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So fotografiert du gefrorene Seifenblasen


2017-01-17_08-40__MG_5519-als-Smartobjekt-1.jpgIch freue mich schon auf frostige und klare Wintertage - von mir aus auch mit Schnee. Dann kann ich endlich wieder Seifenblasen fotografieren. Hast Du es auch schon einmal ausprobiert?

Das das kein Hexenwerk ist, wirst du gleich sehen.

An Material benötigst du als erstes Pustefix. Um die Haltbarkeit der Seifenblasen zu erhöhen, habe ich Zucker beigemischt. Es soll aber auch unter Zugabe von Geschirrspülmittel, Backpulver oder Salz funktionieren - das habe ich bisher aber noch nicht ausprobiert.

Den Pustering, der beim Pustefix dabei ist, kannste getrost vergessen, mit einem dicken Strohhalm klappte es bei mir um einiges besser. Die Temperatur sollte schon unter Null Grad liegen, damit der Erfolg auch eintritt. Einige behaupten, es klappt auch bei + 1 Grad, kann ich aber nicht bestätigen - oder ich hab etwas falsch gemacht.

Mit welcher Kamera du die gefrorenen Seifenblasen fotografierst, ist eigentlich egal, aber auf ein Stativ solltest du nicht verzichten. Benutze, sofern vorhanden, einen Fernauslöser um unnötige Verwacklungen zu vermeiden. Wenn kein Fernauslöser zur Hand ist, dann benutze einfach den Selbstauslöser. Um die Seifenblase möglichst formatfüllend abzulichten, gehe so nah wie möglich an die Seifenblase heran.

Suche dir eine passende Stelle aus, wo die Seifenblase vorsichtig abgelegt werden soll. Am besten geht es auf einem Untergrund der Kälte abgibt, wie Schnee oder Eis. Und immer schön mit der Ruhe. Wenn die Seifenblase gefriert, hält sie in der Regel auch. Sie gefriert zuerst an der Stelle, die mit dem Untergrund in Berührung kommt. Jeder hat da so seine Technik, ich blase die Seifenblase erst am Strohhalm aus und lege sie anschließend an gewünschter Stelle ab - klappte bisher ganz gut.

Sobald sie anfängt zu gefrieren, stelle den Fokus ein und kontrolliere ihn ständig. Mache viele Fotos, denn die Haltbarkeit der Seifenblase ist sehr unterschiedlich und kann von wenigen Sekunden bis zu einigen Minuten andauern.

_MG_5486.jpgIch habe die Seifenblasen mit der DSLR und einem Makroobjektiv fotografiert, alles andere sollte aber auch funktionieren. Wobei es allerdings nicht funktioniert ist bei Wind.

Meine gefrorenen Seifenblasen habe ich manuell fokussiert und dabei das Livebild mit der Lupenfunktion verwendet. Autofokus geht aber auch, sofern du den Fokuspunkt verschieben kannst. Für diese Art der Fotografie gebe ich die Blende vor und lass die Kamera automatisch belichten. Ob du nun offenblendig (geringe Tiefenschärfe) oder lieber mit geschlossener Blende (hohe Tiefenscherfe) fotografiert, überlass ich dir. Die Belichtungszeit spielt dabei keine große Rolle, da die Kamera ja auf einem Stativ steht. Als ISO-Wert empfehle ich ISO 100, um das Bildrauschen so gering wie möglich zu halten, halte mich da aber auch nur selten dran.

Nun kann der Winter kommen und viel Spaß mit den frostigen Seifenblasen.



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